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Welchen Wert hat Qualitätsjournalismus?
Qualitätsjournalismus – der Begriff geistert seit einigen Jahren durch die Diskussionen über die Entwicklung der Medienlandschaft. Wofür er steht, wollten Studierende des Studiengangs „Werbung und Marktkommunikation“ an der Stuttgarter Hochschule der Medien (HdM) genauer wissen und luden im aktuellen Semester Dr. Alexander Mäder, Leiter Wissenschaftsressort der Stuttgarter Zeitung, und Hubert Heinz, Geschäftsführender Gesellschafter von Communication Consultants, zur Diskussionsrunde ein.
Wie sieht der Alltag in einer Agentur und einer Redaktion aus? Kann man Journalismus und Öffentlichkeitsarbeit überhaupt noch voneinander trennen? Wie werden Informationen oder Quellen überprüft? Wer bestimmt die Themenauswahl? Die beiden Gastreferenten nahmen sich den Fragen der Kursteilnehmer an und plauderten aus dem Nähkästchen. Heinz und Mäder waren sich einig: Umfassende Recherche, hieb- und stichfeste Quellen sowie verständliche Texte zeichnen qualitativ hochwertige Beiträge aus. „Als Journalist muss man jeder Meldung kritisch begegnen“, mahnte Mäder. Die Glaubwürdigkeit einer Zeitung sei ihr stärkstes Kaufargument.
Doch tiefgründige Recherchen oder persönliche Gespräche könnten sich viele Redaktionen seit der Verlagskrise 2009 schlicht nicht mehr leisten. Ein Redakteur sei oft für ein ganzes Ressort oder sogar für mehrere zuständig. Darin stecke eine Chance für Agenturen, erklärte Heinz. „PR-Agenturen können Fluch oder Segen für Journalisten sein“, betonte er und ergänzte: „Wenn sie die Redaktionen mit Werbetexten zumüllen, wird der Artikel nicht gedruckt und dem Redakteur ist nicht geholfen. Wenn sie aber journalistisch sauber arbeiten, erleichtern sie Redaktionen durchaus das Leben, und die Artikel werden oft nahezu unverändert abgedruckt.“














