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INVEST ONTARIO
 
26.01.2012

Grüne Energie dank Algen
Pond Biofuels aus Ontario hat eine Technologie entwickelt, bei der Algen Kohlendioxid absorbieren und als alternativer Energierohstoff für die Biodiesel- und Pelletsproduktion dienen

Ontario, Januar 2012 - Das kanadische Unternehmen Pond Biofuels hat eine neue
Technologie zur Reduzierung von Treibhausgasen entwickelt. Derzeit testet Pond
Biofuels seine Innovation beim Zementunternehmen St. Marys Cement Group - beide
Unternehmen sind in der Nähe von Toronto angesiedelt. Pond Biofuels setzt in den
Schornsteinen der Zementfabrik Algen ein, die dann durch Photosynthese einen Großteil
des Kohlendioxids absorbieren. Mit den vollgesogenen Algen können zudem Biodiesel
oder Pellets als Alternativen zu Kohle hergestellt werden.

Ein Großprojekt im Zementwerk St. Marys Cement kann 250.000 Tonnen Algen
hervorbringen, woraus laut Pond Biofuels 29 Millionen Liter Biodiesel-Treibstoff
gezogen werden können. Das Pilotprojekt soll bis zum Jahr 2014 seine volle Kapazität
erreicht haben und zu einer vollständig kommerziellen Anlage ausgebaut sein.

Unterstützung durch die Provinzregierung

Ontarios Ministerium für wirtschaftliche Entwicklung und Innovation unterstützt Pond
Biofuels mit rund 1,4 Millionen Euro (1,9 Millionen kan. Dollar). Bei dem
Pilotprojekt sind bisher zehn neue Jobs entstanden. "Wenn sich die Technologie als
erfolgreich erweist, können Hunderte von neuen Jobs entstehen", sagt Brad Duguid,
Ontarios Minister für wirtschaftliche Entwicklung und Innovation, und fügt hinzu:
"Wir sind stolz darauf, so eine wichtige Innovation zu fördern. In dieser neuen
Technologie liegen viel Potenzial für den Bereich Umweltschutz und auch viele
wirtschaftliche Chancen." Steven Martin, CEO von Pond Biofuels, ergänzt: "Um das
Problem der zu hohen Emissionen in Griff zu bekommen, müssen Industrie, Regierung und
private Investoren an einem Strang ziehen. In unserem Fall liefern wir die
Technologie, St. Marys Cement ist unser Vermarktungspartner und Investoren sowie die
Regierung unterstützen uns finanziell." Pond Biofuels wurde vor fast fünf Jahren von
Steven Martin und Max Kolesnik, President, gegründet.

Hoher Emissionsausstoß

Die Zementindustrie stößt täglich eine große Menge an Kohlendioxid aus. Für jede
produzierte Tonne Zement, werden rund drei Tonnen Kohlendioxid ausgestoßen. "Wir
haben schon lange nach Lösungen gesucht, unseren Treibhaus-Ausstoß zu reduzieren. Die
Technologie von Pond Biofuels ist optimal für unser Anliegen. Durch die Partnerschaft
mit Pond Biofuels und die Unterstützung der Regierung, kommen wir unserem Ziel näher,
eine Zementfirma mit fast null Prozent Emissionen zu führen", sagt Umweltmanager von
St. Marys Cement Martin Vroegh.

Die Technologie von Pond Biofuels kann auch in anderen Industrien genutzt werden, wie
zum Beispiel in der Stahlindustrie, Stromerzeugung und Ressourcen-Gewinnung. Der
weltweit geschätzte Markt für Biodiesel im Jahr 2011 lag bei rund 62 Milliarden Euro
(82,7 Milliarden kan. Dollar), bis 2021 wird ein Anstieg auf 140 Milliarden Euro (185
Milliarden kan. Dollar) erwartet. In Ontario sind rund 2.400 Firmen im Bereich Umwelt
tätig, die rund 60.000 Mitarbeiter beschäftigen.

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