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06.06.2012

AUTO BILD: Normverbräuche immer unrealistischer

Verbrauchsversprechen der Hersteller häufig utopisch / Verbrauch bis zu 333 Prozent höher als angegeben / Sparmodelle schummeln am meisten / Aktuelle Vorabinformation aus Heft Nr. 23, Erscheinungstermin 8.6.2012


Die Spritverbräuche, die Hersteller laut genormtem Verfahren angeben, werden immer unrealistischer. Meist schlucken Autos unter realen Bedingungen deutlich mehr als angeführt. Bei Spritsparmodellen ist die Kluft zwischen Herstellerangabe und Realität besonders groß: Beim Opel Ampera liegt der von AUTO BILD ermittelte Spritverbrauch im Schnitt bei 5,2 Litern - und nicht wie vom Hersteller genannt bei 1,2 Litern. Das ist ein Mehrverbrauch von 333 Prozent. Der Peugeot 3008 Hybrid4 braucht im Straßenverkehr 6,5 Liter auf 100 Kilometer - 62,5 Prozent über den angegebenen 4,0 Litern. Auch Volumenmodelle sind deutlich durstiger als mit der realitätsfremden Normformel berechnet. So verbraucht der VW Golf 1.4 TSI rund 8,2 Liter statt 6,3 Liter - ganze 30 Prozent mehr. Nur bei einem getesteten Auto stimmten Norm- und Testverbrauch überein: Der Chevrolet Camaro Coupé 6.2 V8 schluckte im Test wie auch im Labor 14,1 Liter auf 100 Kilometer.

So testen Hersteller: Zur Bestimmung des Spritverbrauchs durchlaufen Fahrzeuge den Neuen Europäischen Fahrzyklus (NEFZ). Dabei laufen die Autos knapp 20 Minuten lang auf einem Rollenprüfstand. Etwa zwei Drittel der Zeit fahren sie mit niedriger Geschwindigkeit (bis 50 km/h), das Maximaltempo (120 km/h) wird nur kurz erreicht. Steigungen und Vollgasbeschleunigungen fehlen. Plug-in-Elektroautos wie der Opel Ampera absolvieren den Zyklus zweimal. Zunächst wird überwiegend elektrisch gefahren, dann mit leerer Batterie, also maximal vom Benziner unterstützt. Über eine Formel, die die Reichweite mit einbezieht und ein Auflade-Intervall von 25 Kilometern unterstellt, wird anschließend ein "gewichteter" Verbrauch errechnet.

So testet AUTO BILD: Im Gegensatz zum NEFZ misst AUTO BILD nicht im Labor, sondern im Straßenverkehr. Um ein möglichst realistisches Abbild gemischter Einsatzbedingungen zu erhalten, fahren die Testfahrer stets die gleiche, 155 Kilometer lange Strecke im Nordosten von Hamburg. Die Testrunde umfasst 40 Kilometer Stadtverkehr, führt 61 Kilometer über Landstraßen und enthält einen 54 Kilometer langen Autobahnabschnitt. Gefahren wird zügig, mit normaler Drehzahl, unter strikter Einhaltung der Tempolimits - auf einem etwa 20 Kilometer langen, freien Autobahnabschnitt auch mit Vollgas. Um den Verbrauch auf den Zehntelliter genau zu erfassen, wird vor Beginn der Fahrt sowie am Ende der Strecke jeweils randvoll getankt. Hinterher wird mithilfe der nachgefüllten Kraftstoffmenge der Durchschnittsverbrauch errechnet.

Alle Ergebnisse stehen in der am Freitag erscheinenden Ausgabe der AUTO BILD, Heft 23/2012.

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