Agentur
AUTO BILD
 
28.06.2012

AUTO BILD: Explosionsgefahr bei modernen Starterbatterien
Starter-Akku von Porsche: Explosions- und Brandgefahr bei Tiefentladung

Nicht nur in Elektroautos können Lithium-Akkus brennen oder explodieren, auch
Starter-Batterien mit der modernen Technik können zur Lebensgefahr werden. Das
berichtet AUTO BILD in der am Freitag erscheinenden Ausgabe (Heft 26). So bietet etwa
Porsche seit gut zwei Jahren Lithium-Eisenphosphat-Zellen als Starterbatterien für
die Modelle GT3 und Boxster Spyder an. Ein solcher Akku, eingebaut in einen GT3 RS,
hat im Mai 2011 in Westdeutschland in einer Garage Feuer gefangen und einen
Totalschaden am Fahrzeug verursacht. Die Zwölf-Volt-Leichtbau-Batterie, die aus vier
Zellen und einer Steuerungselektronik besteht, war wegen zu geringer Spannung an
einem externen Ladegerät aufgeladen worden, als das Feuer ausbrach. Ein Gutachten,
das AUTO BILD vorliegt, ermittelte eindeutig die Batterie als Brandursache. Der
Sportwagenhersteller einigte sich mit dem GT3-Besitzer diskret. Porsche hatte die
Vorteile der Starterbatterie bei der Markteinführung Ende 2009 so beschrieben: "Sie
liefert ... ihre volle Leistung nahezu unabhängig vom Ladezustand ... kann durch
ihren geringen Innenwiderstand mehr Strom als der konventionelle Blei-Akku aufnehmen
und wird dadurch schneller aufgeladen. Weitere Vorteile sind die geringe
Selbstentladung und die längere Haltbarkeit." Der Hersteller der Akkus, die Firma
GAIA aus Nordhausen, erklärt ihr Batteriemanagement als für "maximale Lebensdauer und
Sicherheit entwickelt". In der Betriebsanleitung wird jedoch explizit von einer
"Explosionsgefahr" im Falle einer Tiefenentladung gewarnt. Porsche erklärte auf AUTO
BILD-Anfrage nur, der Vorfall sei Ergebnis eines unsachgemäßen Ladens mit einem nicht
geeigneten Ladegerät. Im vorliegenden Gutachten wird das Ladegerät von Bosch
allerdings als geeignet bewertet.

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Totalschaden - Der GT3 RS nach dem Batteriebrand.

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