Agentur
Minol
23.06.2010

Energiemonitoring für Wohnungsnutzer
Minol und und die Stadtwerke Bietigheim-Bissingen starten Pilotprojekt

Bietigheim-Bissingen, Juni 2010: Den eigenen Energie- und Wasserverbrauch in einem
Internetportal überblicken und dadurch wirksam senken: Für die Bewohner eines
Mehrfamilienhauses in Bietigheim-Bissingen ist das bereits Realität. Minol und die
Stadtwerke Bietigheim-Bissingen (SWBB) haben das Gebäude als Musterhaus für das
Energiemonitoring ausgewählt. Nach Einloggen im Online-Portal von Minol können die
Bewohner zeitnah Verbrauchs- und Kostenanalysen für ihre Wohnung abrufen. Das
Pilotprojekt zeichnet aus, dass es sämtliche Sparten - Heizenergie, Warmwasser,
Kaltwasser und Strom - transparent macht und dass Nutzer nicht nur den Verbrauch,
sondern auch die Kosten monatlich einsehen können. Möglich macht´s die Kooperation
zwischen Abrechnungsdienstleister und Stadtwerk. Während Minol den Verbrauch auf
Wohnungsebene erfasst, bringen die Stadtwerke den Gesamtverbrauch für Fernwärme und
Wasser sowie den Stromverbrauch mit ein. "Wir möchten herausfinden, wie intensiv die
Bewohner den Service nutzen, welche Funktionen und welchen Zeittakt sie bevorzugen",
sagt Minol-Geschäftsführer Marcus Lehmann. Eigentümern und Verwaltern bietet Minol
das Energiemonitoring schon länger an. Nun soll der Service auch für Nutzer geöffnet
und optimiert werden.

Verbrauchsmuster erkennen

Das Haus mit sieben Eigentumswohnungen wurde von der Bietigheimer Wohnbau errichtet,
die es weiterhin verwaltet: "Es handelt sich um ein KfW-Effizienzhaus 85, das die
SWBB mit Fernwärme aus 90 Prozent Biomasse versorgt. Gebäudetechnisch sind also die
Weichen für niedrige Energiekosten gestellt. Mit dem Energiemonitoring können die
Bewohner nun auch die Nebenkosten beeinflussen, die vom ihrem individuellen Verhalten
abhängen", sagt Wolfgang D. Heckeler, Geschäftsführer der Bietigheimer Wohnbau. Um
Einsparpotenziale zu erkennen, wünschen sich viele Menschen eine zeitnahe Rückmeldung
zum eigenen Verbrauch. Bei Strom und Gas ist ein solches Feedback mit Einführung
intelligenter Zähler (Smart Meter) seit Januar 2010 verbindlich; von 30. Dezember
2010 an müssen Energieversorger zudem variable Stromtarife anbieten. "Mit Smart
Metern erkennt der Nutzer stromintensive Anwendungen. Dank dynamischer Tarife ist es
künftig sogar möglich, Stromverbraucher wie die Waschmaschine zu preisgünstigen
Tageszeiten zu starten", sagt Rainer Kübler, Geschäftsführer der SWBB. Die
Projektpartner gehen einen entscheidenden Schritt weiter: "Wir machen auch den Wärme-
und Warmwasserverbrauch transparent, auf den mehr als 80 Prozent der Energie im
Gebäudebereich entfallen. So hat jeder Haushalt den Gesamtverbrauch im Blick", sagt
Marcus Lehmann. Ein bewusstes Verhalten senkt den Energieverbrauch selbst in modernen
Gebäuden um bis zu 20 Prozent. Wichtige Faktoren sind die Raumtemperatur (ein Grad
weniger spart sechs Prozent), die Wärmeverluste durch die Fenster (Rollläden nachts
schließen), die Lüftungsgewohnheiten (Stoßlüften statt dauerhaft gekippter Fenster)
oder der Stromverbrauch der Haushaltsgeräte (Energiesparprogramm wählen,
Stand-by-Betrieb vermeiden).

Moderne Technik, einfach verständliches Monitoring

Technische Voraussetzung für das Energiemonitoring ist eine vernetzte und aus der
Ferne ablesbare Messtechnik. Minol hat ein Funksystem für Wärme und Wasser
installiert, dessen zentraler Datensammler vom Minol-Rechenzentrum aus per GSM
abgelesen wird. Die SWBB erfasst den Fernwärme-, Wasser- und Stromverbrauch des
Gesamtgebäudes mit elektronischen Zählern, die mit einem fernablesbaren Datensammler
verbunden sind. So funktioniert die Ablesung in allen Sparten automatisch. Weiterer
Vorteil: Niemand muss zu Hause auf den Ableser warten. So komplex die Technik, so
einfach ist das Energiemonitoring zu bedienen. Verständliche Schaubilder zeigen die
monatlichen Verbrauchs- und Kostenanalysen für die jeweilige Wohnung, bis hin zu den
einzelnen Messgeräten. Der Anwender sieht zum Beispiel, in welchem Raum er am meisten
geheizt hat oder wie sich sein Wasserverbrauch im Verlauf der letzten zwölf Monate
entwickelt hat. Wer den Stromverbrauch noch genauer überblicken möchte, kann vom
selben Portal aus den "Kundenmonitor" von den SWBB aufrufen. Dort sind die Stromwerte
bis zu täglich verfügbar. Sowohl die messtechnischen Systeme als auch das
Internetportal verfügen über zahlreiche Sicherheitsfunktionen, die einen
Datenmissbrauch wirksam verhindern. Zum Beispiel muss der Datensammler bei jeder
Verbindung zum Minol-Rechenzentrum von diesem autorisiert werden, und die
Internetportale sind schlüsselcodiert.

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Bietigheim-Bissingen, Max-Born-Straße 22

Hier hat die Energietechnik von morgen bereits Einzug
gehalten. Quelle: Bietigheimer Wohnbau

Abdruck honorarfrei bei redaktioneller Verwendung mit Quellenangabe.

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Die Technik im Überblick

Vernetzte "intelligente" Zähler übermitteln ihre
Verbrauchswerte an Datensammler im Treppenhaus, die
aus der Ferne ablesbar sind. So ist ein zeitnahes
Verbrauchs-Feedback im Internet für alle Sparten
möglich.
Quelle: Minol

Abdruck honorarfrei bei redaktioneller Verwendung mit Quellenangabe.

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Verbrauchs- und Kostenanalysen für die Wohnung

Im geschützten Internetportal von Minol können die
Hausbewohner Verbrauchs- und Kostenanalysen für ihre
Wohnung aufrufen. Dieses Schaubild zeigt
beispielsweise, wie sich die Kosten für Heizung,
Warmwasser und Kaltwasser anteilig zusammensetzen und
wie sie sich im Laufe von zwölf Monaten entwickelt
haben. Quelle: Minol

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JPG – 1.9 MB
Gesamtverbrauch im Überblick

Gesamtverbrauch der Nutzeinheit im Laufe von zwölf
Monaten. Die farbigen Linien markieren die einzelnen
Räume und den Wohnungsdurchschnitt. Quelle: Minol

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