Agentur
COMPUTERBILD
29.07.2010

Webcams mit Schwächen
Zwölf HD-Webcams im COMPUTERBILD-Test / Schlechtere Bildqualität als Fotoapparate und Videokameras / Positiv: Brauchbare Bilder auch bei schwacher Beleuchtung / Zwei Modelle tragen das CE-Zeichen zu Unrecht

Ob Live-Übertragungen aus den heimischen vier Wänden, Videotelefonate in alle Welt
oder Überwachung von Räumen: Internetkameras bieten vielfältige Einsatzmöglichkeiten.
Egal wie man die Kamera auch nutzt, die Bildqualität ist von entscheidender
Bedeutung. Weil HD-Webcams eine besonders gute Bildqualität versprechen, hat die
Fachzeitschrift COMPUTERBILD zwölf Modelle zwischen 23 und 100 Euro getestet.
Ergebnis: In Sachen Bildqualität konnten die getesteten Webcams nicht mit digitalen
Fotoapparaten oder Videokameras mithalten (Heft 17/2010, ab Samstag im Handel).

Entscheidend für die Bildqualität sind Elektronik und Objektiv der Internetkamera.
Die Auflösung einer Webcam verrät lediglich, wie viele Bildpunkte der Aufnahmesensor
hat. Je größer die Zahl der Bildpunkte ist, desto detailreicher kann das Bild sein.
Allerdings wächst damit auch die zu übertragende Datenmenge. Ein
DSL-6000-Internetanschluss sollte es deshalb mindestens sein. Die getesteten
HD-Modelle filmen mit mindestens 1280 x 720 Bildpunkten, das reicht auch für Videos
im modernen Breitbildformat aus. Zum Vergleich: Standard-Webcams machen Aufnahmen im
4:3-Format mit nur 640 x 480 Bildpunkten.

Im COMPUTERBILD-Test zeigten vor allem günstige Modelle Schwächen. So gelangen nicht
allen Webcams ruckelfreie Videoaufnahmen mit maximaler Auflösung. Bei einigen
Modellen sollten Nutzer deshalb die Auflösung verringern. Insgesamt lieferten die
Webcams im Vergleich zu digitalen Fotoapparaten oder Videokameras meist etwas
unscharfe Aufnahmen mit einem Farbstich. Die Qualität ist aber für die
Bildübertragungen ausreichend. Positiv: Selbst bei schwacher Beleuchtung lieferten
die Kameras brauchbare Bilder. Alle getesteten Webcams besitzen ein eingebautes
Mikrofon. Zwar war die Tonqualität ähnlich wie die Bildqualität vergleichsweise
bescheiden, genügt aber für Internet-Telefonate.

Die Philips SPZ6500 (Note: 2,96) sicherte sich den Gesamtsieg durch hohe
Detailgenauigkeit und Farbtreue sowie die beste Bedienung im Test. Mit 90 Euro ist
das Modell allerdings vergleichsweise teuer. Preis-Leistungs-Sieger wurde die
Conceptronic Flexcam 2.0 Megapixel (Note: 3,57; Preis: 23,50 Euro). Mit Abwertungen
um eine Note wurden die beiden Schlusslichter Web Cam 1300K von Ednet (22,99 Euro)
und SPZ5000 von Philips (49,99 Euro) belegt. Sie tragen das CE-Zeichen zu Unrecht,
weil sie nach einer elektrostatischen Entladung kurzzeitig nicht nutzbar waren.

Mehr PC-Hardware-Tests finden Sie unter www.computerbild.de/tests

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