Agentur
BUDERUS
 
12.08.2011

Sonnige Aussichten für die Heizung
Bei bestehenden Anlagen lassen sich durch die Nachrüstung einer Solaranlage dauerhaft die Energiekosten senken

Viele Heizkessel sind noch zu jung für einen kompletten Austausch - aber doch nicht
mehr ganz auf dem neuesten Stand der Technik. Bei Anlagen mittleren Alters bietet
sich eine Nachrüstung zum Beispiel mit einer thermischen Solaranlage an. Mit fünf bis
sieben Quadratmeter Kollektorfläche lassen sich bis zu 60 Prozent des jährlichen
Energiebedarfs zur Trinkwassererwärmung in einem Einfamilienhaus decken. Die Größe
der Anlage hängt unter anderem von der Zahl der Hausbewohner ab. Für die
Trinkwassererwärmung rechnet man mit einer Kollektorfläche von etwa 1,5 Quadratmeter
pro Person. Etwa zehn bis zwölf Quadratmeter Kollektorfläche - das sind vier bis 5
Sonnenkollektoren - genügen, um zusätzlich die Heizung zu unterstützen.

Es lohnt sich also, die bestehende Heizungsanlage einmal unter die Lupe zu nehmen.
Wer seinem konventionellen Öl- oder Gas-Heizsystem ein Fitnessprogramm verordnen
möchte, wird in der Regel einen neuen Speicher benötigen. Der Einbau eines bivalenten
Warmwasser-, Puffer- oder Kombispeichers ist eine wesentliche Voraussetzung für die
Einbindung regenerativer Energien wie einer Solaranlage.

Auf dem Markt angeboten werden Solaranlagen mit Flachkollektoren oder
Röhrenkollektoren, die sich optisch und technisch unterscheiden. Bei
Hochleistungs-Flachkollektoren nimmt ein Absorber hinter einer Glasscheibe die
Sonnenenergie auf und erhitzt ein Solar-Fluid in den Rohrleitungen im Inneren des
Kollektors. Dieses Fluid erwärmt dann das Wasser im Speicher. Röhrenkollektoren
arbeiten nach dem Prinzip der Thermoskanne: Zwei ineinander geschobene Glasröhren
sind an den Enden miteinander verschmolzen, im Zwischenraum besteht ein Vakuum.
Speziell geformte Spiegel hinter den Röhren fangen die Sonnenstrahlen ein und
reflektieren sie auf den Absorber. Über das Fluid wird dann ebenfalls das Wasser im
Speicher erwärmt.

Für welche Lösung man sich auch entscheidet - in jedem Fall lassen sich die
Energiekosten nach dieser Investition dauerhaft senken. Denn mit einer Solaranlage
kann der Heizkessel in der Regel von April bis Oktober ausgeschaltet bleiben.



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