Agentur
COMPUTER BILD
 
23.09.2011

Bei Banking-Software auf Funktionsumfang achten
COMPUTERBILD testet acht Programme und vier Smartphone-Apps für die Kontoführung / PC-Programme punkten mit besserer Ausstattung, Apps mit einfacherer Bedienung / Aber: Banken verbieten mTAN und App auf einem Handy

Wer heute seinen Kontostand wissen oder Geld überweisen will, kann sich den Weg zum
Bankschalter sparen: Bequemer klappt‘s mit entsprechender Software auf Computer,
Handy oder Tablet-PC. Und damit lassen sich unter einer Oberfläche sogar Konten
verschiedener Banken anzeigen. Die Fachzeitschrift COMPUTERBILD hat acht
Kontoführungsprogramme und vier Apps getestet (Heft 21/2011, ab Samstag am Kiosk).

Die Grundfunktionen wie Anzeige des Finanzstatus, Überweisungen und Daueraufträge
beherrschen alle PC-Programme. Einige bringen aber eine bessere Ausstattung mit: Der
COMPUTERBILD-Testsieger WISO Mein Geld 2012 (Testergebnis: 1,81) kostet zwar satte 70
Euro, wartet aber mit vielen Analyse- und Auswertungsfunktionen sowie Extras wie
Zins- und Kreditrechner auf. Fünf der acht Programme haben solche Rechner nicht in
petto. Der mit 15 Euro sehr günstige Preis-Leistungs-Sieger Home-Banking 2011 der
Akademischen Arbeitsgemeinschaft (Testergebnis: 2,43) bietet einen ähnlichen
Funktionsumfang bei weniger Auswertungsmöglichkeiten.

Abstriche muss der Nutzer bei Kontoführungs-Apps fürs Handy oder Tablet-PCs machen,
denn diese beschränken sich oft auf die Kernfunktionen. So fehlen meist Funktionen,
um Ausgaben und Einnahmen als Grafiken darzustellen, sowie Such- und
Sortiermöglichkeiten. Das hat aber auch Vorteile: Dadurch lassen sich die Apps
insgesamt einfacher bedienen. Und für die mobile Überweisung zwischendurch taugen sie
allemal. Nur von der kostenlosen Telekom-App T-Banking 2.1.1 (Testergebnis:
mangelhaft) sollten iPhone- und iPad-Nutzer getrost die Finger lassen - außer der
Kontostand-Anzeige funktionierte wenig.

In punkto Sicherheit sind bis auf das letztplatzierte Steganos Online-Banking 2011
(Testergebnis: 2,63; Preis: 19,95 Euro) alle Programme für das neue Verfahren
Flicker-TAN gerüstet (auch Sm@rt-TAN genannt). Flicker-TAN löst bei einigen Banken
und Sparkassen das bisherige iTAN-Verfahren ab, bei dem der Bankkunde nummerierte
TANs von einem Zettel verwenden musste. Stattdessen kommt ein Lesegerät zum Einsatz,
das einen flimmernden Barcode vom Monitor abliest und daraus eine TAN generiert.
Nachteil: Für unterwegs eignet sich diese Methode nicht. Smartphone-Nutzer müssen
deshalb aufs mTAN-Verfahren zurückgreifen, das TANs per SMS aufs Handy schickt. Doch
die Banken selbst trüben die Freude an Banking-Apps: Ihre Sicherheitsbestimmungen
untersagen den Empfang von mTANs auf demselben Gerät, das für die Bankgeschäfte
dient. Die Angst vor Spionage-Trojanern ist groß. Doch dass Nutzer deshalb zwei
Handys fürs mobile Online-Banking benutzen, bleibt zu bezweifeln.

Weitere Programme im Test unter: www.computerbild.de/tests/software

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