Agentur
 
29.03.2012

AUTO BILD: Neue Modelle entpuppen sich oft als reine Facelifts
Mit einem Trick bei der Typzulassung umgehen Autohersteller ESP-Pflicht, Kältemittel-Wechsel und teure Crashtests / Aktuelle Vorabinformation aus Heft Nr. 13, Erscheinungstermin 30.3.2012

Neue Automodelle entpuppen sich oft als schlichte Facelifts der Vorgänger. Die
Autohersteller wollen damit vor allem Geld sparen. So berichtet AUTO BILD in der am
Freitag erscheinenden Ausgabe (Heft 13), dass beispielsweise der im vergangenen
September auf der IAA vorstellte "New Panda" von Fiat technisch auf dem Stand des
alten Panda sei. Für die Sicherheit hat das gravierende Folgen: Trotz ESP-Pflicht
dürfen die Italiener den Kleinwagen ohne serienmäßigen Schleuderschutz verkaufen. Das
liegt an seiner Typzulassung: Diese ist lediglich eine Ergänzung der älteren
Zulassung des Plattformbruders Fiat 500. Damit gelten neue Regelungen für den New
Panda noch nicht.

Auch die Typzulassung von Toyotas siebensitzigem Hybrid-Van Prius Plus, der im Juni
auf den Markt kommen wird, ist nur eine Ergänzung der bestehenden Prius-Genehmigung.
Das könnte im Hinblick auf das Klimaanlagen-Kältemittel R1234yf noch wichtig werden.
Zwar planen die Japaner, den Prius Plus mit dem neuerdings vorgeschriebenen
Kältemittel R1234yf auszuliefern - im "Hinblick auf die Umwelteigenschaften", wie ein
Toyota-Sprecher auf Anfrage von AUTO BILD erklärt. Doch sollten die Deutschen das
Kältemittel nach den wachsenden Protesten ablehnen, könnte die Klimaanlage des Prius
Plus dank der alten Typzulassung auch mit dem für neue Fahrzeugtypen nicht mehr
zugelassenen Kältemittel R134a betrieben werden.

Auch VW bedient sich des Zulassungs-Tricks. Das 2010 präsentierte Passat-Modell B7
sieht völlig anders aus als sein Vorgänger B6: Der verchromte Plakettengrill ist
verschwunden, zusätzliche Kanten und Sicken und eine geänderte Anordnung der LEDs in
den Rückleuchten geben der Karosserie eine neue Optik. Dennoch ist der Passat B7 kein
neues Auto, wie ein VW-Entwickler gegenüber AUTO BILD bestätigt:
"Längsträgerstruktur, Airbags und Schalttafel sind identisch zum Vorgänger. Alle
Blechänderungen sind kosmetischer Natur. Der B7 ist im Grunde ein B6." So konnte sich
VW einen neuen, teuren Crashtest bei Euro NCAP sparen und die Ergebnisse des B6, der
aus dem Jahr 2005 stammt, weitgehend übernehmen.

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