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INVEST ONTARIO
 
09.08.2012

Ontario: 3-D-Modell für Bauchspeicheldrüsenkrebs-Forschung
Am Princess Margaret Hospital in Toronto haben Forscher ein 3-D-Modell des Bauchspeicheldrüsen-Ausführungsgangs entwickelt, um damit die Ursache und Verbreitung des Krebses zu erforschen

Ontario, 9. August 2012 - Ein besonderes Hilfsmittel in der Krebsforschung haben
Wissenschaftler am Princess Margaret Hospital in Toronto, Ontario, aus lebenden
Stammzellen geschaffen: Mit dem 3-D-Modell des Pankreas-Ausführungsgangs will man
herausfinden, was den Krebs verursacht und verbreitet. Die Forscher erhoffen sich
dadurch, die noch immer tödlich verlaufende Krankheit früher erkennen zu können.
Bauchspeicheldrüsenkrebs ist besonders tückisch, da der Tumor zunächst kaum
Beschwerden verursacht und meist erst im fortgeschrittenen Stadium bemerkt wird. Dann
ist es aber bereits zu spät, weil sich der Krebs aggressiv und rasend schnell
ausbreitet. Außer einer operativen Entfernung der Bauchspeicheldrüse gibt es bislang
keine Therapie. Die Chance, nach der Diagnose die nächsten fünf Jahre zu überleben,
liegt bei rund sechs Prozent.

Das soll sich nun ändern. Durch das 3-D-Modell erhoffen sich die Wissenschaftler
unter der Leitung von Senthil Muthuswamy bahnbrechende Erkenntnisse. Den Tausenden
3-D-Modellen sollen Gene, Hormone und andere Faktoren künstlich zugefügt werden, um
dann zu beobachten, wie sich die Bauchspeicheldrüse verändert. Unterstützt wird das
Projekt von der Canadian Cancer Society. Mit rund 160.000 Euro (200.000 kan. Dollar)
hilft der gemeinnützige Verein dem Forschungsteam Material-, Personal- und
Forschungskosten abzudecken.

"Das Besondere an dieser Erfindung ist, dass wir bisher nur mit flachen Modellen
gearbeitet haben, die allerdings die tatsächliche Struktur der Zellen nicht
wahrheitsgetreu abbilden", erklärt Muthuswamy und fügt hinzu: "Mit den 3-D-Gefäßen
können wir viel präziser arbeiten und dadurch die richtigen Fragen stellen." Er
hofft, mit Hilfe der Modelle die Symptome aufzudecken, die eine frühere
Bauchspeicheldrüsenkrebs-Diagnose möglich machen.

Als Hauptrisikofaktor für den Bauchspeicheldrüsenkrebs gelten eine zu fettreiche
Ernährung sowie starker Alkohol- und Zigarettenkonsum. Auch eine erbliche
Vorbelastung wurde nachgewiesen. Mit den neuen Forschungsergebnissen aus dem
Krankenhaus in Toronto sowie dem Tod durch Apple-Gründer Steve Jobs und Startenor
Luciano Pavarotti - beide erlagen dem Bauchspeicheldrüsenkrebs - rückt die seltene
Erkrankung in den Fokus der Öffentlichkeit. Mary Argent-Katwala, Director of Research
bei der Canadian Cancer Society, sagt: "Der Forschungsbedarf ist noch lange nicht
abgedeckt. Wir sind stolz darauf, ein so wichtiges Projekt zu unterstützen und
befürworten, dass das 3-D-Modell allen Einrichtungen weltweit zugutekommen wird."

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