Agentur
MINOL ENERGIE
 
07.09.2011

Sonderkündigung von Erdgasverträgen
Grundversorger muss Kunden schriftlich und mit genügend Vorlaufzeit über Preiserhöhung informieren

Leinfelden-Echterdingen, September 2011 - Erdgas-Kunden haben ein Recht auf
Sonderkündigung, wenn ihr Versorger die Preise erhöht. Darauf weist Jochen Fiedler,
Geschäftsführer von Minol Energie, hin. "Wir beobachten, dass einige Grundversorger
sich wettbewerbswidrig verhalten. Zum Beispiel werden Kunden so spät über
Preissteigerungen informiert, dass ihnen kaum Zeit bleibt, zu kündigen und den
Anbieter zu wechseln. Das ist vor allem bei langfristigen Verträgen problematisch,
die sich dann automatisch beispielsweise um ein Jahr verlängern", sagt Fiedler. Wann
und wie ein Grundversorger seine Kunden informieren muss, ist in der
Gasgrundversorgungsverordnung (GasGVV) geregelt. Laut § 5 Abs. 2 GasGVV sind
Änderungen der Preise oder Bedingungen "mindestens sechs Wochen vor der
beabsichtigten Änderung" anzukündigen. Eine Bekanntgabe nur in der Presse oder auf
der Internetseite des Stadtwerks reicht nicht aus. Der Versorger ist verpflichtet,
zeitgleich mit der öffentlichen Ankündigung alle betroffenen Kunden schriftlich per
Brief zu informieren. "Es kommt öfter vor, dass ein Grundversorger die Kundenbriefe
erst ein paar Tage oder Wochen nach der öffentlichen Ankündigung verschickt. Dabei
ist die Rechtslage eindeutig: Beides muss zur gleichen Zeit erfolgen", erklärt
Fiedler.

Für außerordentliche Kündigungen gilt die Ein-Monats-Frist. Das heißt: Kunden sind ab
dem Zeitpunkt, an dem die schriftliche Nachricht zur Preisänderung bei ihnen
eingegangen ist, einen Monat lang zur Kündigung berechtigt. Verstreicht diese Frist,
verlängert sich der Vertrag entsprechend seiner Laufzeit - zum Beispiel um zwölf
Monate. Der Versorger ist dann berechtigt, die Lieferungen ab dem Zeitpunkt der
Preisänderung nach dem neuen Tarif abzurechnen. Die meisten Jahresverträge für Erdgas
laufen am 30. September oder zum Jahresende 2011 aus. Viele Grundversorger haben
angekündigt, ihre Preise zu erhöhen. "Wir empfehlen Vermietern und Verwaltern, ihre
bestehenden Gasverträge frühzeitig unter die Lupe zu nehmen. Manche Gewerbekunden
haben Sonderverträge mit Fristen, die von der üblichen Regelung abweichen. Wichtig
ist, diese Fristen zu kennen, rechtzeitig Angebote einzuholen und zu vergleichen.
Beim Abschluss neuer Verträge sind möglichst langfristige Festpreise sinnvoll, weil
die Erdgaspreise kontinuierlich steigen", sagt Fiedler. Ihr eigenes Produkt namens
Minogas bietet Minol Energie mit bis zu 36 Monaten Preisgarantie an. Die Gesellschaft
hat sich auf die Wohnungswirtschaft spezialisiert. Zu ihrem Service gehört die
proaktive Gasbeschaffung: Minol Energie beobachtet, wie sich die Konditionen auf dem
regionalen Gasmarkt entwickeln. Das 60-köpfige Vertriebsteam weist Vermieter und
Verwalter auf den günstigsten Termin für Neu- und Folgeaufträge hin. Minol Energie
übernimmt für Kunden den kompletten Wechselprozess und bietet ihnen auch bei
Schwierigkeiten mit dem Vorlieferanten eine professionelle Beratung und
Unterstützung.

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