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COMPUTER BILD
 
18.05.2012

Tablet-Test: Keine Chance für iPad 3-Konkurrenz
Im COMPUTERBILD-Test: sieben iPad-Alternativen / Apple schafft die mit Abstand beste Bildqualität / Konkurrenten punkten mit Speicherkarten-Schlitz

Tablet-PCs sind vielseitig und handlich. Apples iPad ist Begründer der Gerätegattung
- und immer noch für viele Nutzer die Messlatte. Doch die Konkurrenz drängt mit
alternativen Geräten auf den Markt. Ob diese Tablets mit Android-Betriebssystem das
bewährte Apple-Gerät schlagen können, hat die Fachzeitschrift COMPUTERBILD bei sieben
neuen Modellen getestet (Heft 12/2012, ab Samstag am Kiosk).

Ein gutes Bild lieferte das Samsung Galaxy Tab: Der Touchscreen gibt Farben neutral
wieder und bietet einen guten Kontrast. Zudem überzeugt es, genauso wie das Motorola
Xoom 2, mit einem hellen Bild - wichtig für eine Nutzung im Freien, vor allem bei
starker Sonneneinstrahlung. Trotz allem: Am iPad 3 kommt in Sachen Bildqualität immer
noch kein Konkurrent vorbei. Mit einer Auflösung von 2048 x 1536 Bildpunkten liefert
es ein gestochen scharfes Bild mit natürlich frischen Farben. Damit schnitt es bei
der Bildqualität fast eine Note besser ab als das in diesem Bereich zweitplatzierte
Galaxy Tab.

Über den Touchscreen lassen sich die Geräte flott bedienen. Nur die Tablets von
Archos und Toshiba hinken Eingaben leicht hinterher, die Steuerung ist etwas träge.
Unpraktisch: Das Motorola hat die Tasten zur Lautstärkeregulierung an der
Geräterückseite. Eine "blinde" Bedienung ist so nicht möglich. Eine gute Suche für
gespeicherte Kontakte, E-Mails, Dateien oder Apps bringen alle Kandidaten mit. In
Summe reicht aber keines der getesteten Tablets an die sehr flotte
Touchscreen-Steuerung des neuen iPads ran. Und selbst ungeübte Nutzer kommen mit dem
einfachen iOS-Betriebssystem schnell zurecht.

Punkte sammeln die iPad-Alternativen bei den Multimedia-Funktionen und technischer
Ausstattung. Hier setzten sich alle Konkurrenten vor das neue iPad. So fehlt vielen
iPad-Nutzern die Möglichkeit, Flash-Videos anzusehen - auf den Tablets mit
Android-Betriebssystem problemlos möglich. Fünf Kandidaten bringen zudem einen
HDMI-Standardanschluss mit, darüber lassen sich Fotos, Videos und Musik einfach auf
dem Fernseher wiedergeben. Dieser fehlt bei den Geräten von Apple, Samsung und Acer.
Weiteres Manko bei Apple und Samsung: Es gibt keinen Schlitz für Speicherkarten, etwa
zum Überspielen von Fotos oder zum Erweitern des Speichers.

Fazit: In einzelnen Teilbereichen schneiden die neuen Tablet-PCs besser ab als das
neue iPad. Doch insgesamt zeigt Apple nach wie vor, worauf es ankommt - und lässt
sich das mit 864 Euro (iPad 3 Wifi + 4G, 64 Gigabyte) teuer bezahlen. Mit einer Note
von 2,25 holte sich das neue iPad den COMPUTERBILD-Testsieg. Das Archos 101 G9 Turbo
schaffte dank seines günstigen Preises von 291 Euro den Preis-Leistungs-Sieg, es
nervt allerdings mit langen Ladezeiten und ist optisch kein Leckerbissen.

COMPUTERBILD im Internet: www.computerbild.de

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